Illustration: gelbes Dreirad-Taxi mit YAWI-Logo und einem Fahrer am Straßenrand
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Ein Cando für den Weg zur Ausbildung

Ein eigenes Dreirad-Taxi bringt unsere Auszubildenden sicher zu ihren Betrieben – und finanziert sich außerhalb der Fahrzeiten selbst.

Immer mehr unserer Patenkinder sind aus dem Schulalter heraus und machen eine Berufsausbildung – als Tischler, Elektriker oder im Glas- und Fensterbau (mehr dazu). Ihre Ausbildungsbetriebe liegen nicht auf dem Schulgelände. Jeden Tag stellt sich deshalb die Frage: Wie kommen sie pünktlich und sicher hin und wieder zurück – und wer bezahlt die Fahrten?

Unsere Idee: ein eigenes Cando für die Schule.

Trotro und Cando: So bewegt sich Ghana

Wer in Ghana unterwegs ist, fährt Trotro. So heißen die Minibusse, die in Städten und zwischen Dörfern auf festen Strecken verkehren. Sie gehören meist privaten Besitzer*innen, fahren ohne festen Fahrplan los, sobald alle Plätze besetzt sind, und ein Beifahrer ruft die Ziele aus und kassiert. Für die meisten Menschen sind Trotros das wichtigste Verkehrsmittel überhaupt – günstig, aber oft voll, und abseits der Hauptstraßen selten.

Dort, wo kein Trotro hinfährt, übernehmen die Candos: motorisierte Dreiräder, bei uns als Tuk-Tuk bekannt. Sie sind wendig, kommen auch auf unbefestigten Wegen voran, verbrauchen wenig Treibstoff und bieten Platz für einige Fahrgäste oder Gepäck. Besonders in Kleinstädten und auf dem Land sind sie für kurze Strecken unverzichtbar geworden – und für viele Fahrer eine wichtige Einkommensquelle.

Woher der Name kommt

Einen einheitlichen Namen haben die Dreiräder in Ghana nicht. Vielerorts heißen sie Pragya – nach der Hauptfigur der indischen Fernsehserie „Kumkum Bhagya“, die in Ghana in einer Twi-Fassung lief und enorm beliebt war. In Ho, wo unsere Partnerschule liegt, und in vielen anderen Regionen sagt man dagegen Cando oder Mahama Cando (oft auch „Candoo“ geschrieben). Der Name kommt vom englischen „can do“, also „kann das schaffen“: ein kleines Fahrzeug, das fast überall hinkommt. Der Zusatz „Mahama“ spielt augenzwinkernd auf John Mahama an, der heute wieder Präsident Ghanas ist. In seiner ersten Amtszeit (2012–2017) wurden die Dreiräder als günstiges Transportmittel gefördert. Wir haben uns für den Namen entschieden, den die Menschen vor Ort benutzen.

Unser Plan

Ein Cando kostet rund 3.000 Euro. Mit diesem Fahrzeug wollen wir zwei Dinge verbinden:

Nach unserer Rechnung hat sich die Anschaffung so innerhalb von etwa zwei Jahren bezahlt gemacht: Die Schule spart die Fahrtkosten, die sie sonst für die Auszubildenden aufbringen müsste, und das Fahrzeug trägt seine laufenden Kosten selbst.

Was die Schule davon hat

Transparent und verantwortungsvoll

Das Fahrzeug gehört der Schule, und es werden nicht mehr Personen befördert als vorgesehen. Über Einnahmen und Ausgaben führt die Schule Buch, und wir berichten hier und in unserem Jahresbericht, wie sich das Projekt entwickelt.

So können Sie helfen

Jede Spende bringt das Cando ein Stück näher auf die Straße. Unten finden Sie unsere Bankverbindung und einen GiroCode für Ihre Banking-App – der Verwendungszweck für dieses Projekt ist dort schon eingetragen.

Das Bild oben ist eine Illustration. Sobald unser Cando unterwegs ist, zeigen wir es Ihnen hier im Foto.

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